Wer schnauft da im Laubhaufen?
Vom 18. bis 28. September Igel und Maulwurf beobachten und melden
(nabu 16.9.26) Igel und Maulwurf kennt fast jeder – gesehen werden die beiden Gartenbewohner allerdings eher selten. Während Igel vor allem nachts und in der Dämmerung unterwegs sind, verbringen Maulwürfe den größten Teil ihres Lebens unter der Erde. „Da ist es schon Glück, diese beiden Tiere im Garten zu entdecken“, sagt Theresa Seidel, NABU-Citizen-Science-Expertin.
Igel und Maulwurf melden
Vom 18. bis 28. September läuft bereits zum siebten Mal die bundesweite Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“. Wer einen Igel oder Maulwurf entdeckt, kann die Beobachtung mit Datum und Fundort auf Igelsuche.de melden. Nach Möglichkeit sollte ein Foto sowie weitere Informationen zum Fund ergänzt werden.
Daten für die Forschung
Die gesammelten Beobachtungen fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein. Denn bislang gibt es keine verlässlichen Zahlen darüber, wie groß die Bestände von Igeln und Maulwürfen in Deutschland sind. Auch tote Tiere sollen gemeldet werden, etwa wenn sie auf einer Straße gefunden wurden.
„Gemeldet werden soll auch, wenn man tote Tiere findet, etwa auf der Straße“, erklärt Seidel.
Herbstlaub als Winterquartier
Wer Igel und Maulwurf im eigenen Garten unterstützen möchte, kann mit einer naturnahen Gestaltung einen wichtigen Beitrag leisten. Dazu gehört beispielsweise, Herbstlaub nicht vollständig zu entfernen. Es kann auf Beeten oder unter Gehölzen liegen bleiben und Igeln als Winterquartier dienen.
Gleichzeitig finden sich im Laub zahlreiche Insekten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Igel und Maulwürfe sind. „Darüber hinaus überwintern im Laub Insekten, die für Igel und Maulwürfe eine wichtige Nahrungsquelle sind“, sagt Seidel.
Aus Beobachtungen sollen Schutzmaßnahmen entstehen
„Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, des NABU und des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV).
Mit der Meldeaktion sollen möglichst viele Daten über die beiden Tierarten gesammelt werden. Auf längere Sicht sollen sich daraus Populationstrends erkennen lassen. Die Ergebnisse können später auch dabei helfen, gezielte Schutzmaßnahmen für Igel und Maulwurf abzuleiten.
Beim Igel ist der Handlungsbedarf bereits größer: Er steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird dagegen noch als „ungefährdet“ geführt.
Mehr Informationen und die Möglichkeit, Beobachtungen zu melden, gibt es unter Igelsuche.de.
Quelle: NABU
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=197810



























