Woche der Wildkatze: BUND lädt zu 13 Veranstaltungen ein

Wildkatze im hohen Gras. Foto: Jasper Brennberger / BUND

Naturnahe Wälder und Schutz der Europäischen Wildkatze im Mittelpunkt

(bund 23.10.26) Vom 2. bis 8. November 2026 lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Woche der Wildkatze ein. Bei insgesamt 13 Veranstaltungen in mehreren Bundesländern und online können Interessierte die Europäische Wildkatze und ihren Lebensraum kennenlernen. Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, sich für den Schutz der gefährdeten Tierart und die Gestaltung naturnaher Wälder einzusetzen.

Das Programm umfasst Exkursionen, Pflanzaktionen, Online-Seminare und Kulturangebote. Die Veranstaltungen zeigen, wie Wildkatzenwälder entstehen und welche Maßnahmen zum Schutz der Tiere beitragen.

40.000. Setzling wird in Thüringen gepflanzt

Ein besonderer Meilenstein der Aktionswoche ist die Pflanzung des 40.000. Setzlings im Rahmen des Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert.

Die Pflanzaktion findet in Thüringen am Wildkatzenkorridor bei Gotha statt. Dort wird ein Kind der Staatlichen Grundschule Behringen einen Weißdorn einpflanzen.

Wildkatzen brauchen vielfältige Wälder

Die Europäische Wildkatze lebt in naturnahen Wäldern mit strukturreichen Waldrändern, zahlreichen Versteckmöglichkeiten und einem guten Nahrungsangebot. Diese Lebensraumstrukturen fördern zugleich die biologische Vielfalt und erhöhen die Widerstandskraft der Wälder gegen Trockenheit, Stürme und andere Wetterextreme.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, erklärt: „Wer Lebensräume für die Wildkatze schafft, tut gleichzeitig etwas für viele andere Tier- und Pflanzenarten und für die Zukunft unserer Wälder. Die Wildkatze ist damit auch eine Botschafterin für naturnahe und klimaresiliente Wälder.“

Mitmachaktionen und Veranstaltungen zum Naturschutz

Während der Woche der Wildkatze können Interessierte selbst aktiv werden. Bei Pflanzaktionen und beim Rückbau von Barrieren wie Zäunen werden naturnahe Lebensräume geschaffen und verbessert.

Darüber hinaus bieten Exkursionen, Vorträge, Kulturangebote und Online-Veranstaltungen Einblicke in die praktische Naturschutzarbeit in Wildkatzenwäldern.

Jana Pittelkow, zuständig für das Freiwilligenmanagement im Projekt, erklärt: „Mit der ‚Woche der Wildkatze‘ möchten wir zeigen, dass jede und jeder einen Beitrag für lebendige Wälder leisten kann. Dabei kann man nicht nur viel Spaß haben, sondern auch Neues lernen und gemeinsam etwas bewegen. Jede helfende Hand zählt, wenn es darum geht, die Wildkatze und ihren Lebensraum zu schützen!“

Hintergrund: Das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“

Die Woche der Wildkatze ist Teil des Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“. Das sechsjährige Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

An der Umsetzung beteiligt sind der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend sowie die BUND-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Der BUND setzt bei den Maßnahmen auf gezielte Strukturverbesserungen im Wald, an Waldrändern und auf waldnahem Offenland. Damit sollen die Lebensbedingungen für die Europäische Wildkatze verbessert und naturnahe Lebensräume langfristig erhalten werden.

Text: BUND 
Foto: Jasper Brennberger / BUND

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