Zahngesundheit bei Haustieren: Ein oft unterschätztes Thema

Viele Tiere leiden unter Zahnproblemen

(ttt 9.3.26) Wie schmerzhaft Zahnschmerzen sein können, wissen viele Menschen aus eigener Erfahrung. Bei Haustieren wurde die Zahngesundheit jedoch lange Zeit unterschätzt. Erst in den vergangenen Jahren rückt dieses Thema stärker in den Fokus der Tiermedizin.

Nach Einschätzung von Tierärzten leiden inzwischen rund 80 Prozent der Haustiere unter Zahnproblemen. Betroffen sind dabei nicht nur ältere Tiere. Auch bei jungen Tieren können bereits früh Zahnprobleme auftreten.

Im Tom-Tatze-Tierheim zeigt sich zudem, dass schlechte Zähne häufig zu steigenden Tierarztkosten führen. Da viele Tiere trotz Zahnschmerzen weiterhin fressen, bleiben Beschwerden oft lange unbemerkt.

Gefahr für den gesamten Organismus

Werden Zahnprobleme nicht rechtzeitig erkannt, können sie erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Besonders Zahnstein stellt ein Risiko dar, da er zahlreiche Bakterien enthält.

Diese Bakterien können über die Blutbahn im Körper verteilt werden und wichtige Organe schädigen. Betroffen sein können unter anderem Gelenke, Nieren, Leber oder das Herz.

Symptome oft schwer zu erkennen

Ein weiteres Problem besteht darin, dass Zahnschmerzen bei Haustieren häufig nur sehr unauffällige Symptome verursachen. Manche Tiere ziehen sich zurück oder wirken ungewöhnlich ruhig. Andere zeigen weniger Spielfreude als gewohnt.

Im Tom-Tatze-Tierheim lebt derzeit eine Katze, die sich am Innenschenkel kahl geleckt hatte. Zunächst wurde eine Hauterkrankung vermutet. Erst eine genauere Untersuchung der Zähne brachte die Ursache ans Licht: Das Tier litt unter starken Zahnschmerzen, das Lecken war eine sogenannte Übersprungshandlung.

Zahnpflege spielt wichtige Rolle

Ähnlich wie beim Menschen können verschiedene Faktoren Zahnprobleme begünstigen. Dazu zählen genetische Veranlagung, aber auch eine unzureichende Zahnpflege.

Hinzu kommt, dass viele moderne Futtermittel die Zähne kaum noch beanspruchen. Im Tom-Tatze-Tierheim erhalten die Tiere deshalb regelmäßig Kauartikel, die zur natürlichen Reinigung der Zähne beitragen.

Frühzeitige Behandlung spart Kosten

Wer Zahnprobleme frühzeitig erkennt, kann aufwendige Behandlungen oft vermeiden. In vielen Fällen lassen sich größere Eingriffe unter Narkose verhindern, wenn rechtzeitig gehandelt wird.

Zudem kann eine frühzeitige Diagnose helfen, langwierige Untersuchungen zur Ursachenforschung zu vermeiden – und damit auch hohe Tierarztkosten.

Mehr Informationen auf: https://www.tierschutz-wiesloch-walldorf.de/

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