Zum Tag der Moore: NABU unterstützt Renaturierung in Nordengland

900 Hektar Moor sollen bis 2028 wiederhergestellt werden

(nabu 28.7.26) Anlässlich des Internationalen Tags der Moore am 26. Juli stellt der NABU sein Engagement für Europas größte Moorschutzinitiative „Great North Bog“ vor. Mit Mitteln aus dem NABU-Klimafonds werden in den North Pennines in Nordengland bis 2028 mehr als 900 Hektar Moorflächen renaturiert – das entspricht einer Fläche von über 1.200 Fußballfeldern.

Für das Projekt stellt der NABU-Klimafonds insgesamt 900.000 Euro bereit.

Moore schützen Klima und Artenvielfalt

Die Wiederherstellung der wertvollen Deckenmoore leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Intakte Moore speichern große Mengen Kohlenstoff und verhindern so den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Gleichzeitig bieten sie zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume und tragen als natürliche Wasserspeicher zum Hochwasserschutz bei.

„Die Renaturierung dieser Fläche beseitigt Entwässerungssysteme und heilt Erosionsschäden, sodass natürliche Wasserstände und typische Vegetation der Deckenmoore wiederhergestellt werden“, erklärt Tilmann Disselhoff, Leiter des NABU-Klimafonds.

Neue Lebensräume für bedrohte Vogelarten

Durch die Renaturierung der Moorlandschaften in den North Pennines können jährlich rund 2.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. Gleichzeitig profitieren zahlreiche bedrohte Tierarten von den verbesserten Lebensbedingungen. Dazu gehören unter anderem der Goldregenpfeifer, Alpenstrandläufer, Birkhuhn, Moorhuhn, Merlin und die Sumpfohreule, die dort wieder geeignete Brut- und Nahrungsgebiete finden.

Gemeinsam für den Moorschutz

Nach Angaben des NABU wäre ein Wiederherstellungsprojekt dieser Größenordnung ohne die Unterstützung der Partner ENTEGA, DEKRA und REWE, die sich am NABU-Klimafonds beteiligen, nicht möglich. Gemeinsam soll so ein wichtiger Beitrag zum internationalen Klima- und Naturschutz geleistet werden.

Hintergrund

Die Moore der North Pennines sind Teil des „Great North Bog“, einer Initiative zu Wiederherstellung und Schutz von Hoch- und Deckenmooren in Nordengland. Das Great North Bog umfasst rund 7.000 Quadratkilometer Moorflächen. In dem Gebiet liegen etwa 92 Prozent der englischen Deckenmoore, die große Mengen Kohlenstoff speichern.

Der NABU-Klimafonds wurde 2022 zusammen von REWE und dem NABU gegründet. Inzwischen sind weitere Partner wie DEKRA und ENTEGA dazugekommen, die den Fonds finanziell unterstützen. Mit den Mitteln aus dem Fonds werden Naturschutzprojekte mit positiver Biodiversitäts- und Klimawirkung umgesetzt. Obwohl Moore weltweit nur drei Prozent der globalen Landfläche einnehmen, speichern Sie doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt zusammen. Wiedervernässte Moore bieten nicht nur den unmittelbaren Stopp von Treibhausgasemissionen, sondern auch einen einzigartigen Lebensraum für viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten wie Bekassine, Moorfrosch und Sonnentau.

Weitere Infos: www.NABU.de/Klimamoor

NABU-Klimafonds: www.NABU.de/Klimafonds

Quelle: NABU

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