Namen für Tigernachwuchs im Zoo Heidelberg stehen fest
Die zwei kleinen Sumatra-Tigerinnen heißen Sari und Raya
Mehr als 3.000 Stimmen bei der Namenswahl
(zoo 12.3.26) Die beiden jungen Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg haben nun offiziell Namen: Sari und Raya. Anfang Februar waren Besucherinnen und Besucher aufgerufen worden, Namensvorschläge einzureichen. Mehr als 2.500 Vorschläge gingen beim Zoo ein. Anschließend konnten Interessierte online über mehrere Favoriten abstimmen.
An der finalen Abstimmung beteiligten sich schließlich über 3.000 Menschen. Die beiden Namen setzten sich am Ende durch. „Wir waren überwältigt, wie viele Menschen sich an der Namenssuche beteiligt haben“, sagt Bianca Weißbarth, Leiterin des Raubtierreviers. „Dass zwei so schöne Namen die meisten Stimmen erhalten haben, freut uns sehr.“
Tigerinnen entwickeln sich prächtig
Die beiden Tigerinnen wurden im November geboren und haben sich seitdem sehr gut entwickelt. Inzwischen wiegt jedes der Jungtiere mehr als zehn Kilogramm. Laut Zoo-Tierärztin Barbara Bach sind beide Tiere gesund und altersgerecht entwickelt.
Die jungen Tigerinnen haben bereits ihre zweite Impfung erhalten und zeigen sich neugierig und aktiv. Mit den steigenden Temperaturen erkunden sie zunehmend gemeinsam mit ihrer Mutter Karis erste Bereiche der Außenanlage. Die erfahrene Tigerin begleitet ihre beiden Töchter aufmerksam bei ihren Entdeckungstouren.
Unterschiede im Charakter erkennbar
Für Besucher ist es nicht immer leicht, die beiden Jungtiere auseinanderzuhalten, denn äußerlich sehen sie sich sehr ähnlich. Wie bei allen Tigern ist jedoch das Streifenmuster im Fell einzigartig – vergleichbar mit einem menschlichen Fingerabdruck.
Auch im Verhalten zeigen sich erste Unterschiede: Während Raya eher ruhig und zurückhaltend wirkt, gilt Sari als die temperamentvollere der beiden.
Verbindung zur Heimat der Tiger
Die Namen der beiden Tigerinnen haben einen Bezug zu ihrem natürlichen Lebensraum. „Sari“ bedeutet im Indonesischen so viel wie Essenz oder Wesen, während „Raya“ mit groß oder großartig übersetzt werden kann.
Sumatra-Tiger zählen zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Welt. Die kleinste noch lebende Tigerunterart kommt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra vor. Durch Lebensraumverlust und Wilderei ist der Bestand in freier Wildbahn stark zurückgegangen. Schätzungen zufolge leben dort nur noch rund 400 Tiere.
Umso wichtiger sind stabile Bestände in zoologischen Einrichtungen, die zur Erhaltung dieser seltenen Tierart beitragen.
Text und Foto: Zoo Heidelberg
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=193594


























