Neues Zuhause für das Lädl – Von der Massengasse in die Hauptstraße 99
(eme 15.4.26) Ohne sie wäre es nicht gegangen: Wie viele helfende Hände das Lädl in sein neues Zuhause brachten
Manchmal zeigt sich der wahre Wert eines Vereins nicht bei großen Reden oder festlichen Terminen, sondern dann, wenn angepackt werden muss. Beim Umzug des Lichtblick-Lädls von der Massengasse in die Hauptstraße 99 war genau das zu spüren. Kisten, Regale, Lebensmittel, Möbel, viele Wege und noch mehr Arbeit – was nach einer logistischen Herausforderung klingt, wurde vor allem zu einer Gemeinschaftsleistung, auf die der Verein mit einigem Stolz blicken kann.
Fast genau sechs Jahre nach der Eröffnung des Lädls Anfang März 2020 hat das Projekt nun ein neues Zuhause gefunden. In den Räumen des ehemaligen Paul-Gerhardt-Kindergartens in der Hauptstraße 99 ist das Lädl jetzt dort angekommen, wo bereits seit dem vergangenen Jahr auch der Sitz des Vereins Lichtblick ist. Schon heute finden dort Angebote wie „Das Wohnzimmer nebenan“ oder der Mittagstisch statt. Dass nun auch das Lädl dorthin gezogen ist, ist organisatorisch sinnvoll. Vor allem aber erzählt dieser Umzug eine Geschichte über Zusammenhalt.
Denn einfach war dieser Wechsel ganz sicher nicht. Einen kleinen Lebensmittelladen zieht man nicht mal eben an einem Wochenende um. Dafür braucht es Menschen, die mitdenken, mittragen, sortieren, planen und dann auch dann noch weitermachen, wenn die Arme schwer werden und der Tag eigentlich längst zu Ende sein müsste. Genau solche Menschen hat Lichtblick an seiner Seite.
Besonders viel Einsatz zeigten Christiane und Birgit, die über Tage hinweg mit großer Selbstverständlichkeit dort waren, wo gerade etwas zu tun war. Sie packten Kisten, schleppten Material und hielten das Ganze mit ihrer Tatkraft mit am Laufen. Eine ganze Woche lang wurde gepackt, geschleppt und organisiert. Stück für Stück wanderte das Lädl an seinen neuen Ort. Ebenso wichtig war Nicolas, der die Organisation übernahm und selbst mit anpackte.
Nach dem Verkauf am Freitag ging die Arbeit weiter, am Samstag wurden die restlichen Möbel verladen und in den neuen Räumen wieder aufgebaut. Hier waren es zum Glück viele helfende Hände, die das ganze bewerkstelligt haben. Es waren intensive Tage, und wahrscheinlich dürfte es zwischendurch auch Momente gegeben haben, in denen man kurz durchatmen musste. Aber am Ende lief alles so gut, dass der Betrieb am darauffolgenden Montag ohne Unterbrechung weitergehen konnte. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Bei aller berechtigten namentlichen Erwähnung steht hinter dem Umzug eine große Gruppe von Menschen, ohne die dieses Projekt nicht in dieser Form hätte gelingen können. Gerade in solchen Momenten wird sichtbar, wie viel ehrenamtliches Engagement in Lichtblick steckt.
Und dieses Engagement trägt Früchte. Rund hundert Familien werden durch das Lädl unterstützt. Für sie bedeutet der neue Standort vor allem Kontinuität. Das Angebot bleibt verlässlich, nur die Räume sind andere. Für viele Kundinnen und Kunden ist das neue Zuhause ein Gewinn und die Rückmeldungen sehr positiv.
Auch für die Helferinnen und Helfer selbst dürfte der Umzug eine Erleichterung sein. Wer bisher zwischen verschiedenen Standorten pendeln musste, weiß, wie viel Zeit und Kraft dadurch verloren gehen kann. Dass nun vieles unter einem Dach stattfindet, hilft der täglichen Arbeit enorm. Und es passt zu dem, was Lichtblick in Nußloch seit Jahren auszeichnet: Menschen zusammenzubringen und Unterstützung so zu organisieren, dass sie im Alltag ankommt.
Das Lädl des Vereins Lichtblick funktioniert ähnlich wie eine Tafel, trägt in Nußloch aber bewusst einen eigenen Namen. Es richtet sich an Menschen, die beim Einkauf ein wenig Unterstützung gut gebrauchen können, und bietet Lebensmittel sowie Dinge des täglichen Bedarfs in einem unkomplizierten und persönlichen Rahmen an.
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