Kinderfahrradhelme im Test: Sicherheit steht an erster Stelle

Symbolfoto: Pixabay

Ein guter Fahrradhelm kann bei einem Sturz Leben retten – besonders bei Kindern

(adac 24.3.26) Um Eltern eine Orientierung zu geben, haben der ADAC und die Stiftung Warentest insgesamt 18 Kinderfahrradhelme genauer unter die Lupe genommen. Neben der Unfallsicherheit wurden auch Handhabung, Tragekomfort und mögliche Schadstoffe geprüft.

Strengere Kriterien im Testverfahren

Im Vergleich zu früheren Tests wurden die Anforderungen erweitert. Neu bewertet wurden unter anderem die Riemen und Verschlusssysteme. Dabei ging es etwa um den sogenannten Mikroschlupf – also ein ungewolltes Lockern während der Fahrt –, die Stabilität der Gurtteile sowie die Sicherheit der Verschlüsse. Auch der Tragekomfort wurde neu gewichtet. Aufgrund dieser Änderungen sind die Ergebnisse nur eingeschränkt mit früheren Tests vergleichbar. Auffällig: Kein Modell erreichte die Gesamtnote „gut“.

Alle Helme schützen – mit Unterschieden

Positiv ist, dass alle getesteten Helme grundsätzlich vor schweren Kopfverletzungen schützen. Am besten schnitt dabei ein besonders günstiges Modell ab: Der Helm von Crivit überzeugte mit guter Schutzwirkung und wurde mit der Gesamtnote 2,6 Testsieger. Zusätzlich punktet er mit guter Sichtbarkeit durch Reflexstreifen und ein integriertes Rücklicht, dessen Batterien leicht gewechselt werden können. Beim Tragekomfort zeigte das Modell jedoch Schwächen.

Zwei Modelle fallen durch

Nicht empfohlen werden konnten zwei Helme im Test: der Abus YouDrop und der Melon Urban-Active. Beide erreichten beim Unfallschutz lediglich ein „ausreichend“, insbesondere wegen Schwächen im Bereich der Schläfen. Der Abus-Helm bietet zudem nur geringe Sichtbarkeit im Dunkeln. Beim Modell von Melon wurde ein Mikroschlupf festgestellt, wodurch sich das Gurtband während der Fahrt lockern kann.

Verbesserungspotenzial bei vielen Modellen

Insgesamt zeigt der Test, dass bei allen Helmen noch Optimierungsbedarf besteht. Schon einfache Maßnahmen könnten die Sicherheit erhöhen: Mehr Reflexionsmaterial – besonders an den Gurten – verbessert die Sichtbarkeit erheblich. Sichere Verschlüsse und gut einstellbare Gurtsysteme erleichtern die Handhabung. Auch das Gewicht spielt eine Rolle für den Tragekomfort. Der schwerste Helm im Test war fast doppelt so schwer wie der leichteste, bot jedoch keinen besseren Schutz.

Worauf Eltern achten sollten

Beim Kauf eines Kinderhelms empfiehlt es sich, verschiedene Modelle auszuprobieren. Da Kopfformen unterschiedlich sind und Helme oft nur in bestimmten Größen erhältlich sind, ist ein guter Sitz entscheidend. Wichtig sind außerdem eine hohe Sichtbarkeit durch Reflektoren oder Beleuchtung sowie leicht bedienbare Verschlüsse.

Nach einem Sturz sollte der Helm in jedem Fall ersetzt werden – auch wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind, kann die Schutzwirkung bereits beeinträchtigt sein.

Quelle: ADAC / Pressemitteilung

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