Invasive Art im Fokus: Die Asiatische Hornisse

Asiatische Hornisse – Foto: Randolf Seitz/NABU-naturgucker.de

Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in der Region erfordert erhöhte Aufmerksamkeit

(Aus dem Rathaus 2.4.26) Bei dieser Art handelt es sich um eine sogenannte invasive Art: Das sind gebietsfremde Tiere, die durch menschlichen Einfluss in neue Regionen gelangen, dort mangels natürlicher Fressfeinde das ökologische Gleichgewicht stören und heimische Arten verdrängen. Da die Asiatische Hornisse eine erhebliche Bedrohung für Honig- und Wildbienen darstellt, ist die Identifikation von Gründungsnestern im Frühjahr entscheidend.

Vorkommen und Nestbau

Die Asiatische Hornisse findet in menschlich geprägten Lebensräumen, wie Wohngebieten und Städten, ideale Bedingungen. Im Frühjahr beginnen begattete Königinnen mit dem Bau von Primärnestern an witterungsgeschützten Stellen wie Gartenhäusern, Dachüberständen oder in bodennahen, dichten Hecken. Im weiteren Jahresverlauf folgt häufig der Umzug in großformatige Sekundärnester, die meist in hohen Baumkronen angelegt werden. Eine frühzeitige Entdeckung dieser Gründungsnester im Wohnumfeld ist entscheidend, um die großflächige Ausbreitung im Sommer effektiv zu behindern.

Erkennungsmerkmale

Zur Abgrenzung von der geschützten heimischen Hornisse dienen folgende Merkmale:

  • Färbung: Überwiegend tiefschwarzer Körper (etwas kleiner als die heimische Art).
  • Hinterleib: nur ein breites gelb-orangefarbenes Band im hinteren Drittel.
  • Beine: markante gelbe Beinspitzen („gelbe Socken“).

Verhalten und Meldepflicht

Das Gefährdungspotenzial für den Menschen ist mit heimischen Wespenarten vergleichbar; abseits des Nestes verhalten sich die Tiere friedfertig. Ein Sicherheitsabstand zu Nestern ist zwingend einzuhalten; eigenständige Entfernungsversuche sind aufgrund des Verteidigungsverhaltens streng untersagt. Da die Art meldepflichtig ist, sollten verdächtige Sichtungen fotografiert und umgehend gemeldet werden.

Meldungen: Sichtungen in Baden-Württemberg müssen mit Foto über das offizielle LUBW-Meldeportal (online unter meine.umweltbw.de) oder über die App „Meine Umwelt“ gemeldet werden. Nur so können Fachkräfte die Nester gezielt lokalisieren und entfernen.


Mehr dazu:

Asiatische Hornisse breitet sich immer weiter aus

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