Die Schlüsselblume schließt den Himmel auf!
Schlüsselblumen (Primula) gehören zu den Primelgewächsen (Primulaceae), sind jedoch in ihrem Bestand stark gefährdet
(pm 5.4.26) Es gibt noch mindestens 10 heimische Unterarten, die allerdings alle gefährdet sind. Das liegt vermutlich an der intensiven Nutzung der Wiesen sowie der starken Düngung. Insbesondere die echte Schlüsselblume (Primula veris) ist stark gefährdet und steht unter Naturschutz. Vom Pflücken wild wachsender Schlüsselblumen möchten wir abraten, um den wilden Bestand zu erhalten. Die echte Schlüsselblume steht unter Naturschutz.
Der Unterschied
Die Unterscheidung zwischen der hohen hellgelben „unechten“ Schlüsselblume (Primula elatior) und der echten Schlüsselblume (Primula veris) kann anhand einiger Merkmale gut vorgenommen werden. Die Blüten der hohen Schlüsselblume sind im Allgemeinen größer und wirken deutlich blasser, oft ins Gelbliche oder leicht Grünliche gehend. Die Blüten der echten Schlüsselblume hingegen sind intensiver gelb, etwas kleiner und zeigen im Inneren deutlich sichtbare orangefarbene Punkte, die ein typisches Erkennungsmerkmal sind. Auch die Blütenstiele der hohen Schlüsselblume sind im ausgewachsenen Stadium meist länger als die der echten Schlüsselblume. Die Blätter unterscheiden sich ebenfalls: Während die Blätter der hohen Schlüsselblume eher spitz zulaufen, sind die der echten Schlüsselblume etwas rundlicher geformt. Besonders die orangenen Punkte in der Blüte sind in der Praxis das schnellste und sicherste Merkmal, um die echte Schlüsselblume zu erkennen.
Nur Bestäuber mit einem langen Saugrüssel, wie zum Beispiel Hummeln und Schmetterlinge, gelangen durch die Blütenröhre an den Nektar, doch es wird auch etwas Pollen für Wildbienen angeboten. Als Frühblüher ist die Schlüsselblume bereits im zeitigen Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle.
Die hellgelbe hohe Schlüsselblume wird auch als „unechte“ Schlüsselblume bezeichnet, das sie etwas früher blüht, wenn der Frühling noch nicht so richtig angefangen hat. Sie mag gerne feuchte lehmige Böden, wie sie in denWiesen der Senken von Leimen, Sandhausen und Nussloch zu finden sind.
Die Blütezeit der „echten“ dunkelgelben Schlüsselblume „schließt“ den Himmel richtig auf und der Frühling ist da. Sie mag besonders kalkhaltigen Boden und ist auf kalkigen Lehmböden, aber auch auf Trockenrasen zu finden. Auch sie gedeiht hier im Rhein-Neckar-Kreis an einzelnen Stellen, z.B. auf der Deponie Feilheck (hinter dem Zaun!) oder auf dem Trockenrasen neben dem Parkplatz des Landratsamts in Wiesloch.
Von beiden Schlüsselblumensorten kann man Pflanzen oder Samen kaufen um sie im heimischen Garten anzusiedeln. Wenn man beim Mähen die Samenstände stehen lässt, dann hat man nach wenigen Jahren eine richtige Schlüsselblumenwiese.
Blütenreiches Frühjahr wünsche der BUND Sandhausen/Walldorf!
Weitere Informationen:
https://www.nabu-duesseldorf.de/aktuelles/die-echte-schlüsselblume/
https://www.plantura.garden/blumen-stauden/primeln/schluesselblume
Text und Fotos: C. Kienle
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=194155






























