Garten als Insekten- und Vogelparadies: Sieben einfache DIY-Ideen für mehr Artenvielfalt

Symbolfoto: Pixabay

Schnell, günstig und wirkungsvoll: So wird der Garten zum Lebensraum

(nabu 16.4.26) Bleibt das Summen und Zwitschern im eigenen Garten aus, ist es höchste Zeit zu handeln. Mit einfachen, kostengünstigen und schnell umsetzbaren Do-it-yourself-Projekten lässt sich die Artenvielfalt deutlich steigern. Die NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold zeigt, wie sich Gärten, Balkone und Terrassen im Handumdrehen in kleine Naturparadiese verwandeln lassen.

Schon mit wenig Aufwand entstehen wertvolle Kleinbiotope direkt vor der Haustür, die zum Beobachten und Erleben einladen. Wer anpackt, kann gemeinsam mit Familie oder Freunden aktiv zur Förderung der Natur beitragen.

Schnittgut sinnvoll nutzen: Lebensräume aus Gartenabfällen schaffen

Ast- und Strauchschnitt muss nicht entsorgt werden, sondern kann gezielt eingesetzt werden, um neue Lebensräume zu schaffen. Ob Käferkeller, Totholzhaufen oder eine Benjeshecke aus aufgeschichteten Ästen – all diese Strukturen bieten Unterschlupf für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.

Während sonnige Standorte vor allem Insekten anziehen, profitieren Amphibien eher von schattigen und feuchten Bereichen. Morsches Holz dient zudem als wichtige Nahrungsquelle für Käferlarven.

Offene Bodenstellen: Brutplätze für Wildbienen

Ein Großteil der Wildbienen nistet im Boden. Daher sind offene, ungestörte Flächen besonders wichtig. Schon kleine Bereiche wie eine ungenutzte Sandkastenecke, eine Böschung oder ein lichter Gartenbereich können geeignete Brutplätze sein.

Diese Flächen sollten möglichst frei von Bewuchs bleiben und lassen sich optisch ansprechend mit Steinen oder Wildstauden einfassen. Auch vertrocknete Pflanzenstängel, etwa von Brombeeren oder Königskerzen, bieten spezialisierten Arten geeignete Nistmöglichkeiten.

Nistkästen aufhängen: Unterstützung für heimische Vögel

Da natürliche Brutplätze wie Baumhöhlen immer seltener werden, sind Nistkästen eine wichtige Alternative. Für viele Vogelarten gibt es passende Modelle, die sich mit etwas handwerklichem Geschick selbst herstellen lassen.

Entscheidend ist, dass die Kästen den Bedürfnissen der jeweiligen Art entsprechen. In einem naturnahen Garten finden Vögel ausreichend Nahrung sowie Material für den Nestbau.

Wasserstellen einrichten: Lebenselixier für Tiere

Heiße Sommer und längere Trockenperioden führen häufig zu Wassermangel. Bereits eine einfache, flache Schale mit frischem Wasser kann Insekten helfen. Steine oder Moos dienen dabei als sichere Landeplätze.

Größere Elemente wie ein Teich oder ein Bachlauf erweitern das Angebot für verschiedene Tierarten. Wichtig ist dabei immer eine Ausstiegshilfe, damit Tiere wie Igel oder Eidechsen nicht im Wasser gefangen sind.

Blütenvielfalt fördern: Ein reich gedeckter Tisch für Insekten

Ein vielfältiges Angebot an Blühpflanzen ist entscheidend für die Artenvielfalt. Unterschiedliche Insektenarten bevorzugen verschiedene Pflanzenarten. Kräuter wie Thymian oder Salbei sind bei Hummeln besonders beliebt, während Doldenblütler wie die Wilde Möhre zahlreiche Schwebfliegen anziehen.

Auch Korbblütler wie Schafgarbe oder Flockenblumen sind wichtige Nahrungsquellen. Generell gilt: Je abwechslungsreicher das Blütenangebot, desto größer ist die Vielfalt der Insekten.

Heimische Sträucher pflanzen: Mehr Nutzen für die Natur

Viele beliebte Ziersträucher bieten kaum Mehrwert für Insekten und Vögel. Stattdessen sollten bevorzugt heimische Arten gepflanzt werden, die Nahrung und Lebensraum bieten.

Ein Beispiel ist die Kornelkirsche, die im Frühjahr Pollen und Nektar liefert und im Herbst Früchte trägt, die von Vögeln genutzt werden. Gleichzeitig ist sie robust und gut an unterschiedliche Standorte angepasst.

Insektenhotels bauen: Nistplätze aus Holz

Insektenhotels bieten Wildbienen geeignete Nistmöglichkeiten und ermöglichen zugleich spannende Naturbeobachtungen. Besonders effektiv sind selbstgebaute Varianten aus Hartholz.

Dabei werden Löcher mit einem Durchmesser von drei bis neun Millimetern in das Holz gebohrt. Glatte Bohrungen ohne Splitter sind wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. An einem sonnigen, geschützten Standort aufgestellt, werden solche Nisthilfen gut angenommen.

Quelle: NABU

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