Manuel Just offiziell als Landrat des Rhein-Neckar-Kreises verpflichtet

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder verpflichtet in der Astoria-Halle Walldorf Manuel Just als neuen Landrat des Rhein-Neckar-Kreises. Foto: LRA-RNK

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder verpflichtet in der Astoria-Halle Walldorf Manuel Just als neuen Landrat des Rhein-Neckar-Kreises

(rnk 22.5.26) Mit einer feierlichen Sitzung des Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises in der Astoria-Halle in Walldorf ist Manuel Just am Dienstag, 19. Mai, offiziell als neuer Landrat verpflichtet worden. Rund 230 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Für die musikalische Begleitung sorgte die Band Delta Groove Selection.

Frank Werner spricht über große Herausforderungen

Eröffnet wurde die Sitzung von Frank Werner, der den neuen Landrat mit den Worten „Unser Landrat ist on fire“ begrüßte.

In seiner Rede für die Fraktionen des Kreistags ging Werner ausführlich auf die aktuellen Herausforderungen für den Landkreis sowie die Städte und Gemeinden ein. Er sprach unter anderem über wirtschaftliche Unsicherheiten, den Fach- und Arbeitskräftemangel, die Krankenhausreform, steigende Sozialausgaben sowie die angespannte finanzielle Situation vieler Kommunen.

„Es ist nicht so, dass harte Zeiten auf uns zukommen. In Sachen harte Zeiten sind wir schon mittendrin“, sagte Werner mit Blick auf die derzeitige Lage.

Der Rhein-Neckar-Kreis stehe ebenso wie die Kommunen vor großen Veränderungen. Werner verwies dabei auch auf Themen wie Digitalisierung, Klimawandel und die zunehmende Belastung kommunaler Haushalte. Vielerorts stelle sich bereits die Frage, ob Angebote wie Schwimmbäder, Bibliotheken oder kulturelle Einrichtungen dauerhaft erhalten werden könnten.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen warb Werner für Zuversicht und Zusammenhalt. Bürgernähe, Transparenz und Verlässlichkeit müssten weiterhin die Grundlage kommunalpolitischen Handelns bleiben. Dem neuen Landrat sprach er großes Vertrauen aus und betonte dessen Erfahrung sowie seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und unterschiedliche Interessen auszugleichen.

Landrat Manuel Just und Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder mit der von beiden unterschriebenen Niederschrift über seine Verpflichtung. Dafür gab`s von den 230 Gästen standing ovations. Foto: LRA RNK

Verpflichtung durch Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder

Nach der Begrüßung durch Matthias Renschler nahm Sylvia M. Felder die offizielle Verpflichtung von Manuel Just vor.

Eine Vereidigung war nicht erforderlich, da Just bereits im Jahr 2002 vereidigt worden war.

Felder betonte in ihrer Ansprache, dass die Verpflichtung eines Landrats immer dem Wohl der Bürgerinnen und Bürger diene. Aufgabe sei es, unterschiedliche Interessen auszugleichen und Verantwortung für die Zukunft des Landkreises zu übernehmen.

Grußworte aus Politik und Verwaltung

Im Anschluss sprach Marco Siesing als Vorsitzender des Kreisverbands Rhein-Neckar-Kreis ein Grußwort. Er hob hervor, dass Manuel Just die kommunale Arbeit aus langjähriger Erfahrung kenne und die Herausforderungen der Städte und Gemeinden aus eigener Praxis wisse.

Gleichzeitig machte Siesing deutlich, dass der neue Landrat sein Amt in einer anspruchsvollen Zeit antrete.

Auch Martin Streib begrüßte den neuen Landrat im Namen der Mitarbeitenden des Landratsamts sowie der kreiseigenen Einrichtungen und Gesellschaften.

Er nannte unter anderem folgende Herausforderungen:

  • Haushaltskonsolidierung
  • Digitalisierung der Verwaltung
  • Fachkräftemangel
  • demografischer Wandel

Der Personalrat sicherte Manuel Just eine konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit zu.

Manuel Just setzt auf Dialog und Kontinuität

In seiner Antrittsrede stellte Manuel Just den Dialog mit den Menschen als zentrales Leitmotiv seiner Amtszeit heraus. Wichtig sei ihm der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Mitarbeitenden, Kommunen, dem Kreistag sowie den verschiedenen Partnern des Landkreises.

Zugleich machte der neue Landrat deutlich, dass er auf Kontinuität und sorgfältige Analyse setzen wolle. Veränderungen sollten nicht allein um der Veränderung willen vorgenommen werden.

„Wir werden jeden Stein umdrehen und Dinge erneut bewerten, sie jedoch nur dann verändern, wenn wir uns sicher sind, dass es an der jeweiligen Stelle einer Veränderung bedarf“, erklärte Just.

Ausdrücklich würdigte er außerdem die Arbeit seines Vorgängers Stefan Dallinger. Dieser habe ein sehr gut aufgestelltes Landratsamt hinterlassen. Gleichzeitig bedauerte Just, dass Dallinger an der Verpflichtung nicht persönlich teilnehmen konnte.

Haushalts- und Strukturkommission angekündigt

Ein Schwerpunkt der Rede lag auf der schwierigen finanziellen Lage vieler Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis. Eine steigende Kreisumlage dürfe die Städte und Gemeinden nicht zusätzlich überfordern.

Deshalb kündigte Just an, dem Kreistag zeitnah die Bildung einer Haushalts- und Strukturkommission vorzuschlagen. Diese soll sich intensiv mit Konsolidierungs- und Strukturfragen beschäftigen.

Große Chancen sieht der neue Landrat zudem in der Digitalisierung und im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ziel sei es, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten und Mitarbeitende zu entlasten.

Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Menschen durch Technik zu ersetzen, sondern Freiräume für Aufgaben zu schaffen, bei denen Erfahrung, Fachwissen und persönlicher Kontakt besonders wichtig seien.

Gesundheit, Klima und Mobilität als wichtige Zukunftsthemen

Zu den zentralen Zukunftsaufgaben des Landkreises zählen für Manuel Just insbesondere:

  • Gesundheitsversorgung
  • Klimaschutz
  • Mobilität
  • Bildung
  • Wirtschaftsförderung

Besonders bei den GRN-Kliniken sieht der neue Landrat weiterhin große Herausforderungen. Die Gesundheitsversorgung dürfe trotz wirtschaftlicher Anforderungen nicht zum Spielball politischer Entscheidungen werden, betonte Just.

Zudem forderte er erneut eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Bund und Land. Wer neue Leistungen beschließe oder Aufgaben erweitere, müsse auch dauerhaft für deren Finanzierung sorgen.

Zum Abschluss seiner Rede sprach sich Just für eine enge Zusammenarbeit mit Kreistag, Kommunen, Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürgern aus. Gemeinsam gelte es, die kommenden Jahre mit Engagement, Verlässlichkeit und Mut zu gestalten. Seine Rede beendete der neue Landrat mit den Worten: „Packen wir’s gemeinsam an!“

Text und Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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