Protestaktion am PZN Wiesloch gegen geplante Kürzungen im Gesundheitswesen

Symbolfoto PZN. Foto: M. Friedrich

Kritik an Sparplänen im Gesundheitswesen

(pzn 28.5.26) Die geplanten Einsparungen der Bundesregierung im Gesundheitswesen sorgen bundesweit für Kritik. Besonders Krankenhäuser sehen sich durch das angekündigte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz massiv unter Druck gesetzt. Auch das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch befürchtet erhebliche Auswirkungen auf die medizinische Versorgung.

Gemeinsamer Protest am 28. Mai

Aus diesem Anlass planen die Geschäftsleitung des PZN, der Personalrat sowie die Gewerkschaft ver.di am Donnerstag, 28. Mai 2026, eine gemeinsame Protestaktion auf dem Klinikgelände. Die Veranstaltung soll von 12:30 bis 13:30 Uhr vor dem Mitarbeitenden-Casino stattfinden.

Mit der Aktion möchten die Beteiligten auf die angespannte finanzielle Lage vieler Kliniken aufmerksam machen und gegen die geplanten Kürzungen protestieren.

Sorge um Versorgungssicherheit

Nach Einschätzung der Verantwortlichen könnten die geplanten Regelungen die Versorgung in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen erheblich gefährden. Viele Krankenhäuser arbeiteten bereits heute unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und schrieben Defizite.

Ralf Reichenbach, Vorsitzender des Personalrats im PZN, betont die hohe Belastung der Beschäftigten und fordert verlässliche Arbeitsbedingungen sowie faire Löhne für die Mitarbeitenden.

PZN sieht zusätzliche Belastungen

Auch die Geschäftsleitung des PZN äußert deutliche Kritik an den geplanten Maßnahmen. Der kaufmännische Direktor Vincent Karfus warnt davor, dass die vorgesehenen Einsparungen die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfen könnten. Besonders psychiatrische Kliniken seien bereits heute finanziell stark belastet.

Krankenhäuser fordern verlässliche Rahmenbedingungen

Anett Rose-Losert, Geschäftsführerin der Zentren für Psychiatrie in Wiesloch, Weinsberg und Winnenden, erklärte, die Krankenhäuser seien grundsätzlich offen für Reformen. Voraussetzung seien jedoch stabile und tragfähige politische Rahmenbedingungen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten langfristig sicherzustellen.

Redebeiträge und politische Gäste geplant

Im Rahmen der Protestaktion sind Redebeiträge von Vertretern der Klinikleitung, des Personalrats und der Gewerkschaft ver.di vorgesehen. Auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete wurden zur Teilnahme eingeladen.

Quelle: PZN

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