Asiatische Tigermücke im Fokus: Warum jetzt Vorbeugung wichtiger denn je ist
Tigermücke: Das Thema nervt? Stimmt. Wichtig ist es trotzdem!
(Aus dem Rathaus 15.6.26) Es gibt Dinge, die kommen jedes Jahr gefühlt wieder und sind dabei ähnlich beliebt wie eine Baustelle auf dem Arbeitsweg: Das Thema Asiatische Tigermücke ist zurück. Dass die wöchentliche Suche nach Brutstätten ungefähr so viel Spaß macht, wie Socken sortieren, ist unbestritten. Doch wer im Hochsommer nicht bei 30 Grad im Ganzkörper-Schutzanzug im Garten sitzen möchte, sollte genau jetzt aktiv werden.
Die Tigermücke ist klein, trägt schicke „weiße Söckchen“ und einen weißen Rallye-Streifen auf dem Rücken. Leider ist sie nicht nur modisch fragwürdig, sondern auch tagaktiv, extrem aggressiv und kann Krankheitserreger wie das Dengue- oder Zika-Virus übertragen. Da das Insekt ein echter Bewegungsmuffel ist und selten weiter als 200 Meter fliegt, gilt die goldene Regel: Wer gestochen wird, hat die Kinderstube der Plagegeister meist direkt auf dem eigenen Grundstück oder beim Nachbarn.
Kein Wasser, keine Party: Der Schlachtplan
Da bereits 2 cm stehendes Wasser für eine neue Mückengeneration ausreichen, hilft nur die konsequente Trockenlegung der „Mücken-Wellnessbereiche“:
Alles umdrehen: Gießkannen, Eimer, Schubkarren und Spielzeug nach Gebrauch ausleeren und auf den Kopf stellen. Wo kein Wasser steht, kann nichts schlüpfen.
Regentonnen im Lockdown: Ein schief liegender Deckel ist für eine Tigermücke wie ein offenes Scheunentor. Nur engmaschige Netze (Maschenweite < 1 mm) halten sie wirklich draußen.
Schrubben statt nur Schütten: Die Eier kleben wie Sekundenkleber am trockenen Innenrand von Gefäßen. Beim wöchentlichen Wasserwechsel von Tränken oder Untersetzern hilft deshalb nur: Kurz ausbürsten!
Biologische Abwehr: Stellen, die man nicht auskippen kann (Gullys, schwere Kübel), alle 14 Tage mit Bti-Tabletten behandeln. Für Menschen, Hunde und Bienen völlig harmlos – für Mückenlarven das Ende.
Verstecke checken: Auch hohle Zaunpfosten, Sonnenschirmständer oder die vergessene Kaffeetasse im Gebüsch sind potenzielle Brutreaktoren.
Kurzer Check, große Wirkung
Die wöchentliche Runde durch den Garten ist lästig, aber sie ist der einzige Weg, die Lebensqualität im Freien zu retten. Wenn jedes Grundstück mückenfrei bleibt, profitiert das gesamte Viertel.
Verdächtige Funde (schwarzer Körper, weiße Streifen) können mit Foto unter www.kabsev.de/stichts/ gemeldet werden. Für die Gemeindeverwaltung steht Herr Henze [email protected] oder 06224 – 901140) als Ansprechpartner bereit.
Quelle: Gemeinde Nußloch
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=195905




























