So schützen sich Wildtiere vor der Sommerhitze
Wie Wildtiere durch die Sommerhitze kommen / Jetzt Vogeltränken aufstellen!
(nabu 26.6.26) Die derzeitigen Temperaturen bringen nicht nur viele Menschen ins Schwitzen. Auch Wildtiere müssen Wege finden, um mit der anhaltenden Hitze zurechtzukommen. Da zahlreiche Arten weder über Schweißdrüsen verfügen noch ihre Körpertemperatur wie Menschen regulieren können, haben sie unterschiedliche Strategien entwickelt, um sich abzukühlen.
Hecheln statt Schwitzen
„Füchse senken ihre Körpertemperatur wie Hunde durch Hecheln“, erklärt NABU-Pressesprecherin Silvia Teich. Da Füchse keine Schweißdrüsen besitzen, können sie Wärme nicht über die Haut abgeben. Dieses Prinzip gilt auch für viele andere Tierarten.
Auch Vögel nutzen spezielle Methoden zur Kühlung. Amseln und Rabenkrähen sitzen an heißen Tagen häufig mit geöffnetem Schnabel da und atmen schnell ein und aus. Beim sogenannten Kehlsackhecheln werden Rachen und Lunge einbezogen, wodurch sich die Fläche zur Wärmeabgabe vergrößert.
Besondere Tricks bei Störchen
Einige Vogelarten greifen auf weitere Maßnahmen zurück. So beschmieren Störche ihre Beine mit flüssigem Kot. Dadurch werden die Beine vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und gleichzeitig gekühlt. An heißen Tagen erscheinen Storchenbeine deshalb häufig weiß statt rot.
„Das im Kot enthaltene Wasser verdunstet und sorgt für Abkühlung“, erläutert Teich.
Ohren als natürliche Klimaanlage
Feldhasen und Kaninchen nutzen ihre großen Ohren, um überschüssige Wärme abzugeben. Die stark durchbluteten Löffel wirken dabei wie eine natürliche Klimaanlage und helfen, die Körpertemperatur zu regulieren.
Wespen setzen dagegen auf Verdunstungskälte. In ihren Nestern halten sie selbst im Hochsommer Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius aufrecht. Dazu transportieren die Insekten Wasser ins Nest, befeuchten die Waben und erzeugen durch Flügelschläge einen Luftstrom. Die einströmende trockene Luft fördert die Verdunstung des Wassers und verstärkt so den Kühleffekt.
Schatten und Wasser helfen bei hohen Temperaturen
Viele Tiere reagieren auf Hitze ähnlich wie Menschen. Sie vermeiden unnötige Bewegung, suchen schattige Plätze auf oder nutzen Wasser zur Abkühlung.
Vögel nehmen dabei gerne flache Wasserschalen in Gärten oder auf Balkonen an. Dort können sie trinken und baden. Wichtig sei jedoch eine regelmäßige Reinigung der Schalen, betont Silvia Teich. Diese sollten täglich mit heißem Wasser gesäubert werden, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.
In den vergangenen Jahren wurden dem NABU immer wieder Krankheitsausbrüche an solchen Wasserstellen gemeldet. Werden kranke oder tote Vögel in der Nähe einer Wasserschale entdeckt, sollte diese daher umgehend entfernt werden.
Wildschweine und Rehe setzen auf natürliche Rückzugsorte
Auch andere Wildtiere suchen gezielt Abkühlung. Wildschweine nutzen wassergefüllte Gräben oder Schlammkuhlen, in denen sie sich suhlen. Der Schlamm wirkt dabei nicht nur kühlend, sondern schützt zusätzlich vor Insektenstichen.
Rehe ziehen sich während der heißen Tagesstunden bevorzugt in schattige Bereiche zurück. Ihren Wasserbedarf decken sie vor allem über den Morgentau sowie über wasserreiche Grünpflanzen.
Wir haben da etwas für euch…
Wir haben kürzlich einen Artikel verfasst, was Ihr gegen die Sommerhitze machen könnt. Zumindest ab nächster Woche soll es kühler werden.
Was tun bei extreme Hitze? Das Gesundheitsamt gibt wertvolle Tipps
Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=196133



























