Spritpreise bleiben stabil – doch Rohöl und Niedrigwasser sorgen für Bewegung
Spritpreise kaum verändert – Rohöl deutlich teurer
(adac 13.8.26) Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben sich im Wochenvergleich nur wenig verändert. Gleichzeitig ist der Rohölpreis deutlich gestiegen. Zudem sorgt das anhaltende Niedrigwasser am Rhein derzeit für regionale Unterschiede bei den Spritpreisen.
Super E10 und Diesel nahezu auf Vorwochenniveau
Ein Liter Super E10 kostet aktuell bundesweit durchschnittlich 2,125 Euro. Damit liegt der Preis fast auf dem Niveau der Vorwoche, als im Schnitt 2,128 Euro je Liter fällig wurden.
Auch beim Diesel gibt es kaum Bewegung: Aktuell kostet ein Liter bundesweit durchschnittlich 2,200 Euro. Eine Woche zuvor waren es 2,204 Euro.
Rohölpreis deutlich gestiegen
Beim Rohöl zeigt sich dagegen eine deutlich stärkere Entwicklung. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent ist innerhalb einer Woche von rund 79 auf etwa 89 US-Dollar gestiegen.
Auf die durchschnittlichen Kraftstoffpreise hat sich dieser Anstieg bislang noch nicht entsprechend ausgewirkt. Aus Sicht des ADAC bleibt das Preisniveau dennoch deutlich zu hoch. Seit dem Wochenende ziehen die Preise an den Tankstellen zudem wieder spürbar an.
Niedrigwasser beeinflusst regionale Preise
Für Unterschiede zwischen den Regionen sorgt derzeit vor allem das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein. Die Folgen der starken Trockenheit verteuern insbesondere in den westlichen Landesteilen die Beschaffung und den Transport von Kraftstoffen.
Für die Versorgung Deutschlands spielt die Binnenschifffahrt allerdings nur eine von mehreren Rollen. Kraftstoffe gelangen auch über Seehäfen, Pipelines sowie per Bahn und Lkw ins Land. Nach Einschätzung des ADAC ist das Niedrigwasser deshalb nur einer von mehreren Faktoren, die die bundesweite Preisentwicklung beeinflussen – regional kann sich die Situation jedoch deutlich bemerkbar machen.
Günstiger tanken rund um die Mittagszeit
Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf in der Regel am niedrigsten. Gegen 12 Uhr steigen sie anschließend deutlich an und gehen danach langsam wieder zurück.
Bei der Suche nach günstigen Tankstellen kann die Spritpreis-App „ADAC Drive“ helfen. Dort lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Text und Grafik: ADAC / Pressemitteilung
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