Frank Fürniß verlässt den FC-Astoria Walldorf nach mehr als acht Jahren

Fürniß hört beim FCA auf

(fca 1.9.26) Ende September ist Schluss: Frank Fürniß beendet seine Tätigkeit beim FC-Astoria Walldorf. Der 55-Jährige war mehr als acht Jahre für den Verein tätig und hat in dieser Zeit die sportliche Entwicklung des Regionalligisten maßgeblich begleitet und mitgeprägt.

Seinen Weg beim FCA begann Fürniß im Sommer 2018. Damals holte ihn Roland Dickgießer als Teammanager zur U23. 2021 rückte Fürniß für Dickgießer als Sportlicher Leiter der Regionalliga-Mannschaft nach. Zuletzt war er als Geschäftsführer Sport für den Verein verantwortlich.

Beruf und Fußball wurden zeitlich immer anspruchsvoller

Fürniß begründet seinen Schritt vor allem mit dem wachsenden zeitlichen Aufwand. „Der Grund ist relativ einfach, mein hauptamtlicher Beruf plus Geschäftsführer Sport beim FCA in Verbindung mit den stets größer werdenden Anforderungen in der Regionalliga Südwest fordern in Summe immer mehr Zeit und sind in Kombination einfach zu viel für mich geworden“, erklärt der gebürtige Liedolsheimer.

Vor einigen Wochen suchte Fürniß deshalb das Gespräch mit FCA-Präsident Willi Kempf und erläuterte ihm seine Überlegungen.

Pokalsieg und DFB-Pokal als Höhepunkte

In seiner Amtszeit hat sich rund um die Regionalliga-Mannschaft einiges entwickelt. Sportlich gab es dabei für Fürniß viele positive Momente. Besonders in Erinnerung bleibt ihm der Badische Pokalsieg 2023, der mit der Teilnahme am DFB-Pokal verbunden war. In der ersten Runde traf der FCA damals auf Union Berlin.

„Der badische Pokalsieg 2023 inklusive der DFB-Pokalteilnahme mit dem Erstrundenspiel gegen Union Berlin stechen natürlich heraus“, blickt Fürniß gerne auf den Sommer vor drei Jahren zurück.

Professionalisierung und Förderung junger Talente

In enger Zusammenarbeit mit Kings360 hat der FC-Astoria seine Strukturen in den vergangenen Jahren stetig professionalisiert. Die Experten aus den Bereichen Training, Physiotherapie und Sporternährung sind inzwischen eine feste Anlaufstelle für die Walldorfer Spieler – sowohl während der Rehabilitation nach Verletzungen als auch beim zusätzlichen individuellen Training.

Zu Fürniß‘ Aufgaben gehörte außerdem die Verpflichtung zahlreicher talentierter Spieler, die beim FC-Astoria den nächsten Schritt ihrer Karriere machten und anschließend den Sprung zu höherklassigen Vereinen schafften.

Vier Namen hebt Fürniß besonders hervor: Stefano Marino feierte vor Kurzem sein Bundesliga-Debüt beim SC Paderborn. Jerik von der Felsen steht beim VfB Stuttgart vor dem Sprung in den Bundesliga-Kader. Jannis Boziaris spielt inzwischen in der 2. Bundesliga bei Energie Cottbus. Yasin Zor, der in der vergangenen Saison zum besten Regionalligaspieler der Südwest-Staffel gewählt wurde, könnte bei der TSG Hoffenheim II den nächsten Schritt in Richtung Bundesliga machen.

Dass nicht jeder Transfer erfolgreich war, verschweigt Fürniß dabei nicht: „Alle Transfers haben aber auch nicht gezündet“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Trainerwechsel nach elf Jahren Matthias Born

Eine weitere wichtige Aufgabe übernahm Fürniß im Frühjahr 2025. Nach elf Jahren unter Matthias Born musste ein neuer Cheftrainer gefunden werden. Dabei fiel die Wahl auf Andreas Schön, der zuvor bereits zwei Jahre als Spieler unter Born im Trainerteam gearbeitet hatte.

Fürniß bewies damit ein gutes Gespür: Der heute 36-jährige Schön nutzte seine Chance und entwickelte die Mannschaft weiter. Mit offensivem Fußball setzte der FCA in der vergangenen Saison mehrere spielerische Akzente.

Besonders wichtig ist Fürniß dabei, dass die Entwicklung auf einem gewachsenen Mannschaftskern aufbaute. „Die Entwicklung rund um die Mannschaft samt Familien der Spieler, die ebenfalls fest in das Vereinsgeschehen integriert sind, ist mir immer eine Herzensangelegenheit gewesen. Aber nicht nur mir, sondern vielen anderen auch und das zeichnet den FC-Astoria ganz einfach aus.“

Nachfolge soll intern geregelt werden

FCA-Präsident Willi Kempf bedankt sich bei Fürniß für dessen langjährige Arbeit: „Ich möchte mich ganz herzlich bei Frank für seine jahrelange Arbeit bei unserem FCA bedanken und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute.“

Die Nachfolge soll intern geregelt werden. Kempf kündigt an: „Wir lösen das innerhalb unseres Vereins und werden zeitnah einen Nachfolger als Sportlichen Leiter präsentieren.“

Fürniß bleibt dem FCA verbunden

Auch Fürniß blickt dankbar auf seine Zeit beim FC-Astoria zurück. „Ich möchte mich ganz herzlich beim Verein für die Möglichkeit bedanken, hier tätig gewesen zu sein. Wir hatten eine fruchtbare Zusammenarbeit, auf die ich stets freudig zurückblicken und wieder gerne als Fan zum Zuschauen in den Dietmar-Hopp-Sportpark kommen werde.“

Text und Foto: FCA

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