Zwetschgenbäume – natürlicher Sonnenschutz und wertvolle Nahrungsquelle

Zwetschgenbäume spenden Schatten, bieten Tieren Nahrung und kommen mit trockenen Sommern zurecht

(ckie 2.9.26) Zwetschgenbäume bilden ein breites Wurzelwerk aus, das allerdings nicht besonders tief in den Boden reicht. Vor allem junge Bäume sollten deshalb bei längeren Trockenperioden regelmäßig gegossen werden. Auf den sandigen Böden Sandhausens und in der Rheinebene ist es wichtig, die Bäume nicht vollständig austrocknen zu lassen.

Bei ausreichend Platz sind starkwachsende Zwetschgensorten als Halb- oder Hochstamm mit Blick auf trockene und heiße Sommer besonders geeignet. Sie entwickeln ein dichtes Blattwerk und eignen sich dadurch auch hervorragend als natürliche Schattenspender.

Wertvoll für Garten und Natur

Nicht nur für Menschen sind Zwetschgenbäume interessant. Ihre Blüten und später auch die Früchte dienen zahlreichen Tieren im Garten und in der freien Natur als Nahrungsquelle.

Wer einen Zwetschgenbaum pflanzen möchte, sollte beim Kauf auf gute Qualität achten und sich am besten in einer guten Baumschule beraten lassen. Geeignete Sorten sind gegen viele der typischen und ärgerlichen Obstbaumkrankheiten vergleichsweise robust.

Grundsätzlich gilt bei Zwetschgen wie bei Obstbäumen allgemein: Kleinwüchsige Sorten bleiben schwach und bilden nur ein entsprechend kleines Wurzelwerk aus. Für heiße und trockene Sommer sind daher bei genügend Platz kräftiger wachsende Halb- oder Hochstämme die bessere Wahl.

Blätter schützen die Früchte vor der Sonne

Zwetschgen haben einen natürlichen Sonnenschutz. Die Früchte hängen meist gut geschützt hinter den Blättern, während sich die hellere Blattseite zur Sonnenseite ausrichtet. So werden die Zwetschgen vor einer zu starken direkten Sonneneinstrahlung bewahrt.

Die Früchte sind meist länger als breit und besitzen eine dunkelviolette bis dunkel-lilafarbene Schale. Darauf liegt eine weißliche Wachsschicht, die unter Fachleuten als Beduftung bezeichnet wird. Der Belag entsteht durch Kondenswasser am Baum und hilft dabei, die Früchte vor einer schnellen Austrocknung zu schützen.

Die Wachsschicht ist außerdem ein Frischemerkmal: Bei längerer Lagerung wird sie zunehmend weniger. Der weißliche Belag kann bedenkenlos mitgegessen werden und sollte bei der Lagerung möglichst nicht abgerieben werden, da er die Zwetschge zusätzlich schützt.

Die richtige Nährstoffversorgung

Damit der Zwetschgenbaum im Herbst reichlich Früchte trägt, braucht er eine ausgewogene Versorgung mit den drei Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium. Für die Bildung von Blüten und Früchten spielen dabei insbesondere Phosphor und Kalium eine wichtige Rolle.

Herkömmliche Baumdünger sind deshalb für Zwetschgen häufig nicht die beste Wahl. Sie enthalten oftmals besonders viel Stickstoff. Das kann dazu führen, dass der Baum zwar kräftig Blätter entwickelt, dafür aber weniger Blüten und Früchte bildet.

Besser geeignet sind organischer Beerendünger oder Langzeit-Tomatendünger, die im Winter ausgebracht werden können. Zusätzlich ist eine Schicht Kompost sinnvoll. Sie hilft dabei, die feuchte Humusschicht im Boden zu erhalten – insbesondere auf den sandigen oder lehmigen Böden in Sandhausen und in der gesamten Rheinebene.

Weitere Informationen: https://www.garten.schule/zwetschgenbaum-duengen/

Besuchen Sie die Homepage des BUND Sandhausen/Walldorf

Text und Foto: C. Kienle

nussloch-lokal.de Nussloch Lokal - Zeitung - Onlinezeitung

Kurz-URL: https://nussloch-lokal.de/?p=197543

Kommentare sind deaktiviert.

Werbung

Foto-Galerie

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes