Artenschutztag im Zoo Heidelberg: Natur- und Artenschutz zum Mitmachen erleben

Rote Pandas gehören zu den mehr als 48.000 Arten, die aktuell auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) mit einem Bedrohungsstatus geführt werden. (Foto: Heidrun Knigge / Zoo Heidelberg)
Vielfältiges Programm rund um den Artenschutz
(zoo 13.6.26) Der Zoo Heidelberg lädt am Sonntag, 5. Juli 2026, von 11 bis 16 Uhr zum Artenschutztag ein. Gemeinsam mit zahlreichen Vereinen, Organisationen und Institutionen präsentiert der Zoo ein abwechslungsreiches Programm rund um Natur- und Artenschutz. Besucherinnen und Besucher können an mehr als 20 Stationen spannende Einblicke in verschiedene Schutzprojekte erhalten, an Mitmachaktionen teilnehmen und mehr über bedrohte Tierarten erfahren. Die Teilnahme ist im regulären Zooeintritt enthalten.
Artenschutz als zentrale Aufgabe moderner Zoos
Wissenschaftlich geführte Zoos engagieren sich weltweit für den Schutz bedrohter Tierarten. Auch der Zoo Heidelberg beteiligt sich an zahlreichen Projekten – von Auswilderungen regionaler Arten wie Steinkäuzen und Feldhamstern bis hin zur Unterstützung internationaler Schutzprogramme für Elefanten, Affen oder Goldkatzen. Beim Artenschutztag erhalten Besucher die Gelegenheit, mehr über diese Arbeit zu erfahren und die Menschen kennenzulernen, die sich täglich für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen.
Mitmachaktionen für die ganze Familie
Das Zoo-Team präsentiert unter anderem die wissenschaftliche Beringung von Wildvögeln. Bei einer sogenannten Citizen-Science-Challenge mit der App iNaturalist können Besucher selbst heimische Tier- und Pflanzenarten dokumentieren und damit Forschungsprojekte unterstützen.
Für Kinder und Jugendliche gibt es zahlreiche Angebote zum Entdecken und Ausprobieren. Neben Bastelaktionen und Mikroskopierstationen können junge Besucher im Robo-Wildbienen-Labyrinth der Zoo-Akademie erste Programmiererfahrungen sammeln oder ihr Wissen bei einem Tierquiz testen.
Führungen und spannende Einblicke
In der Explo-Halle werden kostenlose Führungen durch die Sonderausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ angeboten. Auch die kommentierten Trainingseinheiten bei den Mähnenrobben und Asiatischen Elefanten greifen Themen des Natur- und Artenschutzes auf und vermitteln Wissenswertes über die bedrohten Tierarten.
Zahlreiche Organisationen präsentieren ihre Arbeit
Verschiedene regionale und internationale Naturschutzorganisationen informieren über ihre Projekte. Das Artenschutzzentrum Feldhamster stellt seine Arbeit zum Schutz des stark bedrohten Nagers vor. Der BUND informiert über Steinkäuze, Fledermäuse und Wildbienen, während der WWF Deutschland das „Team Schildkröte Heidelberg“ präsentiert.
Weitere Einblicke bieten unter anderem Projekte zum Schutz Asiatischer Elefanten in Myanmar, Roter Pandas in Nepal sowie Plumploris in Südostasien. Der NABU stellt ein Löwenschutzprojekt in Äthiopien vor.
Zoll informiert über illegalen Wildtierhandel
Das Hauptzollamt Karlsruhe zeigt anhand beschlagnahmter Exponate, welche tierischen Souvenirs aus dem Urlaub verboten sind und welche Folgen der illegale Handel mit Wildtieren für bedrohte Arten weltweit hat.
Wissenschaft und Naturschutz im Fokus
Auch Bildungseinrichtungen und Fachverbände beteiligen sich am Aktionstag. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg lädt zum Mikroskopieren kleinster Lebewesen ein. Zudem informieren Fachleute über den Schutz gefährdeter Amphibien- und Fischarten sowie weitere Naturschutzprojekte.
Bei ungünstigen Wetterbedingungen behalten sich die Veranstalter vor, den Artenschutztag kurzfristig abzusagen.
Weitere Informationen zum Artenschutztag gibt es unter zoo-heidelberg.de/artenschutztag
Text und Foto: Zoo Heidelberg
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