Chancengleichheit im Fokus: Rhein-Neckar-Kreis stellt Chancengleichheitsplan 2025 bis 2031 vor

Symbolfoto: Pixabay

Neuer Chancengleichheitsplan im Rhein-Neckar-Kreis vorgestellt

Der Rhein-Neckar-Kreis hat am 14. April 2026 im Verwaltungs- und Finanzausschuss seinen neuen Chancengleichheitsplan 2025 bis 2031 vorgestellt. Das Gremium nahm das umfassende Konzept, das Ziele und konkrete Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern umfasst, zustimmend zur Kenntnis.

Gesetzliche Grundlage und Zielsetzung

Grundlage des Chancengleichheitsplans ist das baden-württembergische Chancengleichheitsgesetz, das die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung im öffentlichen Dienst stärkt. Der Landkreis kommt damit seinem gesetzlichen Auftrag nach, Chancengleichheit als durchgängiges Leitprinzip in allen Aufgabenbereichen zu verankern und aktiv zu fördern.

Fortführung und Struktur des Plans

Der neue Plan knüpft an den ersten Chancengleichheitsplan für die Jahre 2019 bis 2025 an und wird – entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – für einen Zeitraum von sechs Jahren gültig sein. Nach drei Jahren ist ein Zwischenbericht vorgesehen. Die Gleichstellungsbeauftragte, Susanne Vierling, stellte in der Ausschusssitzung dem Gremium einige Themen aus dem Chancengleichheitsplan exemplarisch vor.

Beschäftigtenstruktur im Überblick

Zum Einstieg warf sie einen Blick auf die aktuelle Beschäftigtenstruktur. Diese zeigt, dass zum Stichtag 30. Juni 2025 insgesamt 2.188 Mitarbeitenden im Landratsamt beschäftigt waren, davon 1.559 Frauen und 629 Männer. Der Frauenanteil liegt damit bei 71,25 Prozent.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Großen Zuspruch im Gremium fand die positive Entwicklung des Frauenanteils in Führungspositionen. In der neuesten Erhebung im Juni 2025 lag dieser bei 46,96 Prozent – ab der Ebene der Referatsleitungen – und ist somit in den letzten sechs Jahren um zehn Prozentpunkte gestiegen. Als einer der Gründe für die Steigerung führte Susanne Vierling an, dass die Stellenausschreibungen des Landratsamtes nun konsequent in geschlechtergerechter Sprache, sowohl in Wort als auch in Bild formuliert werden.

Neue Ansätze: Tandemführung

Für die Zukunft sieht der Plan vor, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie speziell bei Führungspositionen mit dem Modell der Tandemführung zu verbessern. Durch dieses Modell können sich Führungskräfte berufliche Verantwortung teilen und familiären Sorgetätigkeiten flexibler nachkommen. Gleichzeitig profitiert das Landratsamt von der Expertise zweier Fachkräfte im Führungsteam und erhöht sowohl die Qualität der Entscheidungsprozesse als auch die Kontinuität in der Aufgabenwahrnehmung. „Tandemführung bedeutet, Verantwortung zu teilen, Perspektiven zu erweitern und gemeinsam gute Entscheidungen zu treffen – zum Vorteil der Behörde und unserer Mitarbeitenden“, so Susanne Vierling.

Signal für die Zukunft

Mit dem neuen Chancengleichheitsplan setzt der Rhein-Neckar-Kreis also ein klares Zeichen für eine moderne, faire und zukunftsorientierte Verwaltung, in der Gleichstellung nachhaltig gelebt und weiterentwickelt wird.

Stimme des Landrats

Landrat Stefan Dallinger: „Chancengleichheit ist für uns kein abstraktes Ziel, sondern gelebte Verantwortung im Alltag unserer Verwaltung. Mit dem neuen Chancengleichheitsplan schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern weiter voranzubringen und als festen Bestandteil unserer Organisationskultur zu verankern. Damit stärken wir nicht nur unsere Mitarbeitenden, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Rhein-Neckar-Kreises insgesamt.“

Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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