Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis verzeichnen mehr Brände und steigende Mitgliederzahlen

Die Freiwilligen Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis rückten im Jahr 2025 zu 1.229 Bränden und Explosionen aus. Auch die Zahl der technischen Hilfeleistungen blieb mit 3.457 Einsätzen auf hohem Niveau. Alle Bilder: Feuerwehr Hockenheim

Deutlicher Anstieg bei Bränden und Großbränden

(rnk 28.6.26) Die Jahresstatistik 2025 der Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis zeigt eine hohe Belastung der Einsatzkräfte. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Bränden und Explosionen. Im vergangenen Jahr rückten die Feuerwehren zu insgesamt 1.229 Brand- und Explosionsereignissen aus. Im Jahr 2024 waren es noch 1.015 Einsätze. Auch die Zahl der Großbrände nahm deutlich zu und stieg von 50 auf 71 Fälle.

Bei den technischen Hilfeleistungen wurde dagegen ein leichter Rückgang registriert. Die Feuerwehren waren hier bei 3.457 Einsätzen gefordert, nachdem im Vorjahr noch 3.687 Hilfeleistungen verzeichnet worden waren.

Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin und Leiterin des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, verweist darauf, dass solche Veränderungen häufig mit Witterungseinflüssen zusammenhängen. So stieg beispielsweise die Zahl der Einsätze infolge von Stürmen auf 275 Fälle an. Im Jahr zuvor waren es 246 gewesen.

Zahlreiche Rettungen und Tierrettungen

Neben Bränden und technischen Hilfeleistungen waren die Feuerwehren auch bei zahlreichen Tierrettungen im Einsatz. Insgesamt wurden 133 entsprechende Einsätze registriert, nach 124 im Vorjahr.

Bei technischen Hilfeleistungen konnten 965 Menschen gerettet werden. Im Jahr 2024 lag diese Zahl noch bei 1.001. Während Brandeinsätzen retteten die Einsatzkräfte 108 Menschenleben und damit deutlich mehr als im Vorjahr mit 48 geretteten Personen.

Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte kamen im vergangenen Jahr sechs Menschen bei Brandereignissen ums Leben. Im Jahr 2024 waren es sieben Todesopfer. Zudem verletzten sich 46 Feuerwehrangehörige während ihrer Einsätze, ein leichter Anstieg gegenüber den 45 verletzten Einsatzkräften des Vorjahres.

Weniger Fehlalarme

Die Statistik zeigt außerdem einen Rückgang bei den Fehlalarmierungen. Insgesamt wurden die Feuerwehren 1.179-mal ohne tatsächlichen Einsatzgrund alarmiert. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 1.209.

Der größte Teil der Fehlalarme ging auf automatische Brandmeldeanlagen zurück, die in 752 Fällen auslösten. Positiv entwickelte sich die Zahl der böswilligen Alarmierungen. Diese sank von 45 auf 29 Fälle.

Feuerwehrfamilie wächst weiter

Auch bei den Mitgliederzahlen gibt es positive Entwicklungen. Die Zahl der aktiven Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren stieg von 4.292 auf 4.312 Mitglieder.

Weiter gewachsen ist zudem der Anteil der Frauen im Feuerwehrdienst. Aktuell engagieren sich 588 Feuerwehrfrauen aktiv in den Wehren des Rhein-Neckar-Kreises. Im Vorjahr waren es 573.

Einen leichten Zuwachs verzeichneten auch die Jugendfeuerwehren. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen stieg von 2.239 auf 2.250 Mitglieder.

Für die Sicherheit der Bevölkerung und der Unternehmen sorgen im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt 96 freiwillige Feuerwehrabteilungen sowie acht Werkfeuerwehren.

Ehrenamtliches Engagement unverzichtbar

„Ob bei Bränden, Verkehrsunfällen, Unwettern oder anderen Notlagen: Auf die Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis ist jederzeit Verlass. Dass sich mehr als 4.300 Frauen und Männer ehrenamtlich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen engagieren, ist alles andere als selbstverständlich und verdient große Anerkennung“, sagt Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck.

Text: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
Alle Fotos: Feuerwehr Hockenheim

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