Neues Förderprogramm setzt Impuls für Trendwende in der Moornutzung
Nasse Moore sind unverzichtbar für Klimaschutz und Wassersicherheit – jetzt braucht es Tempo bei Umsetzung und Anreizen
(nabu 17.4.26) Zur Vorstellung des neuen Förderprogramms zur Wiedervernässung von Mooren durch Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:
„Dieses Programm ist ein Meilenstein und ein europaweit einzigartiges Signal: Moore sind keine Randflächen mehr, sondern Schlüsselakteure im Klimaschutz. Jahrzehntelang entwässert und unterschätzt, zeigen sie heute ihre wahre Stärke. In Zeiten von Dürre und Starkregen sind nasse Moore unverzichtbar: Sie speichern Wasser, sichern Ernten und stabilisieren unsere Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig stoppen sie massive Treibhausgasemissionen und können wieder zu wirksamen CO₂-Senken werden.
Der Kurswechsel hin zur nassen Moornutzung ist überfällig und richtig. Jetzt ist die Politik gefordert, konsequent nachzulegen: Wir brauchen deutlich schnellere Genehmigungsverfahren, verbindliche und attraktive marktbasierte Anreize für Klimaschutz- und Wasserrückhalteleistungen sowie eine klare Verankerung des Moorschutzes in der Raumplanung. Bund und Länder müssen hier gemeinsam Tempo machen, sonst bleibt die dringend notwendige Trendwende Stückwerk.“
Quelle: NABU
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