Polizeiposten sind unentbehrlich

v.l.n.r.: OB Elkemann, BM Renschler, BM Spanberger, Polizeidirektor Ulmer, Polizeipräsidentin Schäfer, BM Förster, BM Glasbrenner, BM Eger, BM Günes. Foto: Stadt Wiesloch

Sicherheit als gemeinsames Anliegen

(pm 5.5.26) Die Polizeipräsenz in den zehn Städten und Gemeinden des südlichen Rhein-Neckar-Kreises ist für die Oberbürgermeister und Bürgermeister von zentraler Bedeutung. Sie sehen darin einen entscheidenden Faktor für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.

Polizeiposten als wichtige Anlaufstellen

Eine besondere Rolle spielen die vier Polizeiposten in Mühlhausen, St. Leon-Rot, Walldorf und Sandhausen. Sie dienen werktags als erste Anlaufstelle für die Bevölkerung, nehmen Anzeigen und Beschwerden entgegen und sorgen für Präsenz in den Kommunen.

Damit bleibt die Polizei auch im ländlichen Raum sichtbar und erreichbar – ein wichtiger Beitrag zur Stärkung von Vertrauen und staatlicher Präsenz vor Ort.

Personalsituation bereitet Sorgen

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, ist eine ausreichende personelle Ausstattung unerlässlich. Genau hier sehen die Rathausspitzen eine wachsende Herausforderung. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel führen dazu, dass offene Stellen im Polizeivollzugsdienst nicht immer zeitnah nachbesetzt werden können.

Um ihre Anliegen zu unterstreichen, trafen sich die Bürgermeister und Oberbürgermeister aus der Region – darunter Vertreter aus Wiesloch, Leimen, Nußloch und Dielheim – mit Ulrike Schäfer, Polizeipräsidentin des Polizeipräsidium Mannheim, zu einem offenen Austausch.

Klare Bedeutung für die Kommunen

Die Kommunalvertreter machten deutlich, dass funktionierende Polizeiposten ein unverzichtbarer Bestandteil sicherer und lebenswerter Städte und Gemeinden sind. Die Beamtinnen und Beamten vor Ort begleiten Veranstaltungen, stehen Verwaltungen und Bevölkerung als Ansprechpartner zur Verfügung und übernehmen auch in Konfliktsituationen eine wichtige vermittelnde Rolle.

Bekenntnis zum Erhalt der Standorte

Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer betonte im Gespräch die Bedeutung der Polizeiarbeit in der Fläche. Sie stellte klar, dass es aktuell keine Pläne zur Schließung von Polizeiposten gibt. Auch die Einstellungsoffensive der Landesregierung trage dazu bei, offene Stellen im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim schrittweise zu besetzen.

Bei der Personalverteilung orientiere sich das Präsidium stets an der konkreten Bedarfslage. Gleichzeitig hob Schäfer die Bedeutung der Streifendienste hervor, die rund um die Uhr für die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind.

Weitere Herausforderungen in der Region

Neben der allgemeinen Personalsituation sprachen die Bürgermeister auch aktuelle Problemfelder an. Dazu zählen insbesondere zahlreiche Sondereinsätze im Bereich des PZN in Wiesloch sowie die sogenannte Poserszene im Zentrum von Walldorf.

Hier wurde eine stärkere Polizeipräsenz gefordert, um schnell auf Vorfälle reagieren und durch konsequente Kontrollen präventiv wirken zu können.

Wichtiges Signal für die Zukunft

Für die Bürgermeister ist das klare Bekenntnis zum Erhalt der Polizeiposten ein wichtiges Signal. Denn ausbleibende Nachbesetzungen oder Personalabbau würden langfristig zu einer spürbaren Schwächung der Polizeipräsenz führen – unabhängig davon, wie sich die Kriminalitätszahlen entwickeln.

Text und Foto: Stadt Wiesloch

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