Spritpreise ziehen erneut kräftig an: Diesel nähert sich Rekordniveau

Die Spritpreise steigen weiter kräftig an – vor allem Diesel hat innerhalb einer Woche einen deutlichen Preissprung gemacht. Grafik: ADAC
Super E10 um mehr als sechs Cent teurer, Dieselpreis um fast zehn Cent
(adac 23.7.26) Autofahrer müssen an den Tankstellen erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen. Nach aktuellen Berechnungen des ADAC sind die Kraftstoffpreise innerhalb einer Woche spürbar gestiegen – besonders stark beim Diesel, der inzwischen wieder teurer ist als Super E10.
Diesel verteuert sich besonders deutlich
Für einen Liter Diesel werden bundesweit derzeit durchschnittlich 2,168 Euro fällig. Das sind 9,8 Cent mehr als noch in der Vorwoche. Auch Super E10 hat sich verteuert und kostet aktuell im Schnitt 2,146 Euro pro Liter – ein Plus von 6,3 Cent.
Ölpreis als wichtiger Preistreiber
Als Hauptgrund für den Anstieg nennt der ADAC die Entwicklung am Rohölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ist innerhalb einer Woche von rund 85 auf etwa 91 US-Dollar gestiegen. Hintergrund sind die aktuellen geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen Unsicherheiten an den Energiemärkten.
Der Euro-Dollar-Kurs blieb dagegen nahezu unverändert und liefert somit keine zusätzliche Erklärung für die starken Preissteigerungen.
ADAC fordert genauere Marktbeobachtung
Nach Einschätzung des Automobilclubs lassen sich die aktuellen Spritpreise nicht allein mit dem höheren Ölpreis begründen. Der ADAC fordert deshalb eine genaue Beobachtung der Marktverhältnisse durch das Bundeskartellamt. Insbesondere im Raffinerie- und Großhandelsbereich sollten mögliche Wettbewerbsprobleme untersucht werden.
Warum Diesel stärker betroffen ist
Während sich die Lage im Nahen Osten zuletzt etwas entspannt hatte und die Preise zeitweise zurückgingen, sorgt die aktuelle Entwicklung erneut für Unsicherheit. Diesel reagiert auf solche Veränderungen besonders empfindlich, da ein großer Teil des Kraftstoffs importiert wird. Dadurch wirken sich internationale Markt- und Krisenlagen stärker auf den Dieselpreis aus als auf Benzin.
So lässt sich beim Tanken sparen
Wer möglichst günstig tanken möchte, sollte laut ADAC die Mittagsstunden nutzen. Die niedrigsten Preise werden häufig kurz vor 12 Uhr erreicht. Danach ziehen die Preise meist deutlich an und sinken erst im weiteren Tagesverlauf wieder langsam.
Grafik und Quelle: ADAC
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