Tag der Artenvielfalt: Fledermäuse bereichern die Natur in Sandhausen

Schlafende Fledermaus in Mauerspalte. Foto: R. Neou

Aktionstag rückt Biodiversität in den Fokus

(cki 12.6.26) Am 13. und 14. Juni 2026 steht in Baden-Württemberg erneut die biologische Vielfalt im Mittelpunkt. Der vom Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) initiierte „Tag der Artenvielfalt“ lädt dazu ein, die heimische Tier- und Pflanzenwelt neu zu entdecken und das Bewusstsein für deren Schutz zu stärken. Landesweit finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die die Bedeutung von Artenvielfalt und Naturschutz vermitteln.

Natur vor der Haustür entdecken

Mit dem Aktionstag möchte der LNV auf die vielfältigen Naturschätze im Land aufmerksam machen. Mehr als 200 Veranstaltungen wurden bereits im vergangenen Jahr angeboten. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass viele Tier- und Pflanzenarten durch Lebensraumverlust, den Rückgang von Insektenbeständen und die Folgen des Klimawandels unter Druck geraten.

Fünf Fledermausarten in Sandhausen heimisch

Anlässlich des Tags der Artenvielfalt weist der BUND Sandhausen/Walldorf auf die besondere Bedeutung der Fledermauspopulation in Sandhausen und dem angrenzenden Waldgebiet hin. Neben den bekannten Flugsanddünen beherbergt die Region auch mehrere interessante Fledermausarten.

Zu den im Sandhäuser Wald vorkommenden Arten zählen die Bechsteinfledermaus, das Braune Langohr sowie der Kleinabendsegler. Diese Tiere sind typische Bewohner älterer Laubmischwälder der Hardt. Besonders die Bechsteinfledermaus gilt als schützenswerte Art und besitzt aufgrund europäischer Naturschutzrichtlinien einen besonderen Schutzstatus.

Blühende Wiese und Bäume: vorteilhaft für Insekten und damit auch für Fledermäuse. Foto: C. Kienle

Wald als Jagdrevier für weitere Arten

Auch die Zwergfledermaus und die Breitflügelfledermaus nutzen den Sandhäuser Wald regelmäßig zur Nahrungssuche. Ihre Quartiere befinden sich meist in Gebäuden innerhalb der Siedlungsbereiche, während sie den Wald vor allem als Jagdgebiet aufsuchen.

An warmen Sommerabenden lassen sich diese beiden Arten häufig in der Dämmerung über Gärten, Schulhöfen oder anderen Freiflächen beobachten. Die eher scheuen Waldfledermäuse bleiben dagegen meist unbemerkt, da sie erst bei vollständiger Dunkelheit aktiv werden.

Nützliche Helfer der Natur

Auch wenn viele Fledermäuse nur selten wahrgenommen werden, leisten sie einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Als Insektenjäger helfen sie unter anderem dabei, Stechmückenbestände auf natürliche Weise zu reduzieren und bereichern damit die heimische Tierwelt.

Besuche Sie die Internetseite des BUND Sandhausen/Walldorf: https://tag-der-artenvielfalt-bw.de

Text und Foto: C. Kienle

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