Umzug der Pestalozzischule steht kurz vor dem Abschluss

auptamtsleiterin Nina Gellert und BIWU gGmbH-Geschäftsführer Manfred Walter begutachten nach dem Umzug die neuen Räume der Pestalozzischule – hier die Lehrküche im Erdgeschoss. Foto: Gemeinde Sandhausen

BIWU übernimmt den Umzug in die neuen Räumlichkeiten

(pm 29.8.26) Noch sind Ferien, doch bald kehren die Schülerinnen und Schüler zurück. Umso passender ist es, dass der Umzug der Pestalozzischule in die Systemmodule des Friedrich-Ebert-Schulzentrums inzwischen in den letzten Zügen liegt.

Für die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) wurden die räumlichen Voraussetzungen geschaffen. Anschließend übernahmen Mitarbeiter der gemeinnützigen Beschäftigungs-GmbH (BIWU) in Wiesloch den eigentlichen Umzug. Sie transportierten Kisten und Möbel von der Kirchstraße zum neuen Standort und verteilten sie dort in den neuen Räumen.

Der Auftrag, das benötigte Equipment an den neuen Standort zu bringen, freute auch BIWU-Geschäftsführer Manfred Walter. Nach seinen Angaben handelte es sich um einen der größten Aufträge, die die BIWU bislang erledigt hat. Sechs bis acht Mitarbeiter waren während der Umzugstage vollständig damit beschäftigt, den Auftrag umzusetzen.

Hauptamtsleiterin Nina Gellert zeigte sich mit der Arbeit zufrieden: „Sie haben tolle Arbeit geleistet“, lobte sie beim Vororttermin und dankte Manfred Walter.

Die BIWU wurde mit dem Ziel gegründet, Arbeitslosen im Raum Wiesloch bei der (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu helfen. Die Betroffenen werden in verschiedenen Projekten beschäftigt, qualifiziert und sozialpädagogisch betreut. Zum Angebot der BIWU gehören unter anderem Aufträge rund ums Haus, darunter Reparaturen, Renovierungen, Entsorgungs- und Malerarbeiten. Außerdem verkauft die BIWU Möbel und betreibt einen Second-Hand-Kleiderladen.

Umbau der Systemmodule stellte Planer vor Herausforderungen

Auch Architekt Guido Körkel von Körkel Blome Architekten Heidelberg lobte die Arbeit der BIWU und betonte das gute Miteinander beim gesamten Projekt zur Gestaltung des neuen Standorts in der Albert-Schweitzer-Straße.

Die Herrichtung der neuen Räumlichkeiten in den Systemmodulen sei bereits aufgrund der zeitlichen Vorgaben seit Weihnachten nicht einfach gewesen. Die eigentliche Herausforderung sei allerdings zunächst nicht auf den ersten Blick erkennbar gewesen, erklärte Körkel.

Als Beispiel nannte er die Herstellung des erforderlichen Raumbedarfs. Bei der Versetzung von Wänden musste gleichzeitig auch die Decke angepasst werden, da sich über den Räumen eine zweite Ebene befindet.

Leitungsführung und Brandschutz erforderten zusätzliche Arbeiten

Eine weitere Herausforderung war laut Körkel die Leitungsführung für Ab- und Wasser. Bei Modulbauten könne man nicht einfach durch die Decke bohren. Deshalb mussten in diesem Zusammenhang auch im Außenbereich Arbeiten vorgenommen werden.

Auch bei der technischen Ausstattung wurde investiert. „Wir haben eine sehr weitreichende Netzwerk-Struktur eingebaut“, erklärte der Architekt. Inzwischen ist jeder Raum der Schule mit dem Glasfasernetz verbunden.

Darüber hinaus musste der Brandschutz ertüchtigt werden. Dafür war die Installation neuer Melderinge notwendig, damit die Anforderungen in diesem sensiblen Bereich vollständig erfüllt werden. Für Körkel war dies eine wichtige Entscheidung: „Hier geht es auch um die Sicherheit von Kindern.“

Trotz Herausforderungen blieb das Projekt im Zeitplan

Trotz verschiedener unvorhersehbarer Hürden konnte das Projekt laut Körkel im vorgesehenen Zeitplan bleiben. Entscheidend sei gewesen, dass alle Beteiligten konstruktiv an Lösungen gearbeitet hätten. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte der Architekt.

Besonders lobte Körkel auch die sehr guten Umzugsvorbereitungen des Lehrerkollegiums der Pestalozzischule.

Innenarbeiten laufen weiter – Schulhof folgt

Im Innenbereich stehen noch letzte Handgriffe aus. So sind beispielsweise noch Arbeiten des Schreiners notwendig. Auch im Außenbereich der Systemmodule finden noch Arbeiten statt.

Für die Herrichtung der Innenbereiche hat die Gemeinde 700.000 Euro bereitgestellt. Gleichzeitig entsteht noch der neue Schulhof für das SBBZ.

Zunächst werden die rund 60 Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule ihre Pausen allerdings auf einem Interimsschulhof verbringen. Die eigentlichen Arbeiten zur Gestaltung des Außengeländes sollen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Auch dafür sind 700.000 Euro eingeplant.

Verzögerung beim Außengelände wegen Genehmigungsverfahren

Das Projekt zur Schulhofgestaltung hat sich verzögert. Grund dafür war ein langer Zustimmungsprozess beim Regierungspräsidium Karlsruhe, da der Schulumzug zunächst genehmigt werden musste.

Auf diese Genehmigung musste die Gemeinde mehr als ein Jahr warten. Deshalb konnten die Arbeiten am Außengelände nicht wie ursprünglich geplant rechtzeitig beginnen.

Text und Foto: Gemeinde Sandhausen

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